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<title>Irminsul</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Irminsul</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Die <b>Irminsul</b> oder <i>Erminsul</i> war ein <a href="Fr%C3%BChmittelalter" title="Frühmittelalter">frühmittelalterliches</a> Heiligtum der <a href="Sachsen_(Volk)" title="Sachsen (Volk)">Sachsen</a>, das nach den Einträgen fränkischer <a href="Annalen" title="Annalen">Annalen</a> zum Jahr 772 auf Veranlassung <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karls des Großen</a> von den <a href="Franken_(Volk)" title="Franken (Volk)">Franken</a> zerstört wurde. Der Name kann <a href="Etymologie" title="Etymologie">etymologisch</a> auf germanisch <i>irmana-</i> = groß und <i>sul</i> = Säule zurückgeführt werden,<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bezeichnet also eine <i>Große Säule</i>. Die Existenz weiterer „Irminsäulen“ wird zwar mitunter vermutet,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist aber wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Standort,_Zerstörung_und_Verbleib"><span id="Standort.2C_Zerst.C3.B6rung_und_Verbleib"></span>Standort, Zerstörung und Verbleib</h2></div>

<p>Die Irminsul der fränkischen Annalenwerke zum Jahr 772 befand sich wahrscheinlich bei oder in einiger Entfernung von der <a href="Eresburg" title="Eresburg">Eresburg</a>, an deren Stelle das heutige <a href="Obermarsberg" title="Obermarsberg">Obermarsberg</a> liegt. Das jedenfalls ist den Formulierungen in den <a href="Annales_regni_Francorum" title="Annales regni Francorum">Annalen des Fränkischen Reiches</a> zu entnehmen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die dort als Ermensul bezeichnete Säule wurde von den Franken auf Veranlassung Karls des Großen zum Auftakt der <a href="Sachsenkriege_(Karl_der_Gro%C3%9Fe)" class="mw-redirect" title="Sachsenkriege (Karl der Große)">Sachsenkriege</a> im Verlauf des Sommerfeldzuges 772 zerstört.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>
Reste der Irminsul sollen sich nach einer seit dem 16. Jahrhundert dokumentierten Überlieferung<sup id="cite_ref-letzner_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-letzner-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> im <a href="Hildesheimer_Dom" title="Hildesheimer Dom">Hildesheimer Dom</a> befinden. Der Historiker <a href="Walther_Matthes" class="mw-redirect" title="Walther Matthes">Walther Matthes</a> schreibt zu dieser Quelle:<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> </p><div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Es heißt dort, daß bei der Anlage des <a href="Kloster_Corvey" class="mw-redirect" title="Kloster Corvey">Klosters Corvey</a> (ab 822), die in der Zeit Ludwigs des Frommen erfolgte, im Erdboden eine alte Steinsäule gefunden worden und daß es die von <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl dem Großen</a> eroberte Irminsul gewesen sei, die man nach der Zerstörung an diese Stelle gebracht und dort vergraben habe. Weiterhin wird geschildert, wie man die freigelegte Heidensäule von diesem Fundort unter dramatischen Umständen nach Hildesheim schaffte, um sie dort im Dom als Kerzenträger aufzustellen.“
</p>
</blockquote>
</div></div><p>
Im Originaltext von <a href="Johannes_Letzner" title="Johannes Letzner">Johannes Letzner</a> aus dem Jahr 1590 heißt es zu diesem Ereignis, Sachsen seien dem Tross in Richtung Hildesheim gefolgt und hätten diesen in Höhe des heutigen Ortes <a href="Irmenseul" title="Irmenseul">Irmenseul</a> überfallen, um die Säule zurückzubringen, jedoch ohne Erfolg:<sup id="cite_ref-letzner_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-letzner-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> </p><div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Nach <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Caroli Magni</a> absterben aber / unnd als sein Sohn <a href="Ludwig_der_Fromme" title="Ludwig der Fromme">Lodowicus Pius</a> / Römischer Keyser wurden / das Closter Corbei unnd das Stifft Hildesheim gestifftet / und die Seul zu Corbei ungefehrlich gefunden würden / hat sie Lodowicus Pius / damit dadurch die Sachsen deß orts nicht widerumb mochten erreget werden / gen Hildensheim in das newe Stifft führen und bringen lassen […].
</p><p>Nun kündt gleichwol dieses so heimlich nicht verrichtet werden / die Westvalen würden dessen gewahr / versammelten sich / unnd wurden der sachen mit einander einig / der Armenseul zu folgen / unnd die wider uber die Weser zu bringen.<br>
Nun sind sie gantz grimmiglich und ernstlich / dem Wagen biß in die Graffschafft Wintzenburgk gefolget / und an dem ort da jtzundt <a href="Irmenseul" title="Irmenseul">das Dorff Armenseul</a> stehet / an den Wagen komen / denselben mit ernst angefallen / der meinung / der Seul worauff ihr Gott gestanden / mechtig zu werden.
</p><p>Da gegen die andern / so bey den Wagen verordtnet sich tapffer gewehret / und manhafftig vor die Seul gestritten / also das daselbst in so geringem Scharmützel / umb eines todten steins wille[n] / acht man von beiden theilen todt liggende blieben sindt.<br>
Die Keiserschen aber haben den Platz behalten / und die Marmelseul zu Hildensheim in den Thum bracht.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Walther Matthes merkt an, dass die Erzählung die wachsende Bedeutung des Hildesheimer Bistums gegenüber dem Corveyer Kloster widerspiegelt, das im 9. und 10. Jahrhundert dominant war. Die Reste der Irminsul sollen sich entweder im Boden unterhalb der <a href="Irmens%C3%A4ule_(Hildesheimer_Dom)" title="Irmensäule (Hildesheimer Dom)">Irmensäule</a> befinden – diese ist jedoch bis heute mehrfach umplatziert worden, ursprünglich stand sie in der Mitte des Domes vor dem Kreuzaltar vor den Stufen der Vierung – oder aber die Mariensäule selbst soll aus den Resten gefertigt worden sein.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gemäß dem Bericht von Letzner soll es sich bei der Irminsul um eine Steinsäule gehandelt haben. Der Schaft der Irmensäule im Hildesheimer Dom, deren Entstehung grob auf das 11. oder 12. Jahrhundert datiert wird, besteht aus <a href="Kalksinter" class="mw-redirect" title="Kalksinter">Kalksinter</a>.<sup id="cite_ref-:0_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>
Auch in der Chronik <i>Geschichte des Welfenfürstentums Grubenhagen, des Amtes und der Stadt Osterode</i> von <a href="Heinrich_Wendt_(Chronist)" title="Heinrich Wendt (Chronist)">Heinrich Wendt</a> (1605–1683) wird die Irminsul in Hildesheim verortet, wobei er allerdings zur weiteren Lektüre auf <a href="Heinrich_Meibom_(Dichter)" title="Heinrich Meibom (Dichter)">Heinrich Meiboms</a> Schrift <i>Irmensula Saxonica</i> verweist:</p><blockquote><p>„Alß man aber die vielbenante Seul gen Hildesheim gebracht, hat man Sie vor dem hohen Chor in den Tumb gesetzet Und zu einem Leuchter gemacht, worauff Zwölff Zustehen kommen, ist gantz Zierlich undt artig außgemacht. Es stehen darauf diese drey Verß mit Gülden Buchstaben:
Sic fructus vestri vestro sint gloria Patri. Ne damnent tenebrae, qvod fecerit actio vitae. Juncta fides opera, sit ux super addita luci“.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></p></blockquote><ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 260px">
<div class="thumb" style="width: 255px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zeichnung der <i>Irmensäule</i> (1612) aus dem Hildesheimer Dom in ihrer ersten Version mit Kupferreif und Dorn.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 260px">
<div class="thumb" style="width: 255px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zeichnung der <i>Mariensäule</i> bzw. <i>Irmensäule</i> aus dem Hildesheimer Dom in ihrer dritten Version aus dem Jahr 1741 mit silberner Madonna.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 260px">
<div class="thumb" style="width: 255px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Irmensäule</i> an ihrem ursprünglichen Platz in der Mitte des Doms (ca. 1910).</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 260px">
<div class="thumb" style="width: 255px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Oberer Teil der <i>Irmensäule</i> in aktueller Version mit Kreuz an ihrem neuen Standort im Chorraum (2014).</div>
</li>
</ul>

<p>Der Standort der Irminsul ist immer wieder auch an anderen Stellen vermutet worden. <a href="Wilhelm_Teudt" title="Wilhelm Teudt">Wilhelm Teudt</a>, ein <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkischer</a> Laienforscher, glaubte Mitte der 1920er Jahre in den <a href="Externsteine" title="Externsteine">Externsteinen</a> den Standort der Irminsul entdeckt zu haben. <a href="Hans_Reinerth" title="Hans Reinerth">Hans Reinerth</a> verbreitete dann in den 1930er Jahren die von Hermann Diekmann begründete These vom Standort auf dem <a href="T%C3%B6nsberg" title="Tönsberg">Tönsberg</a> bei <a href="Oerlinghausen" title="Oerlinghausen">Oerlinghausen</a>. Auch das Dorf <a href="Irmenseul" title="Irmenseul">Irmenseul</a> südlich von Hildesheim, der <a href="Desenberg" title="Desenberg">Desenberg</a> bei Warburg, die <a href="Iburg_(Bad_Driburg)" title="Iburg (Bad Driburg)">Iburg</a> bei Bad Driburg, die Gertrudenkammer (Drudenhöhle) in den Teutoniaklippen bei der Karlsschanze im <a href="Eggegebirge" title="Eggegebirge">Eggegebirge</a> zwischen <a href="Willebadessen" title="Willebadessen">Willebadessen</a> und <a href="Borlinghausen" title="Borlinghausen">Borlinghausen</a> sowie die <a href="Velmerstot" title="Velmerstot">Velmerstot</a> am Nordende des Eggegebirges wurden als Standorte der Irminsul diskutiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aussehen_und_Funktion">Aussehen und Funktion</h2></div>
<p>Den Handschriften der <i><a href="Annales_Petaviani" title="Annales Petaviani">Annales Petaviani</a></i> und des <i><a href="Chronicon_Anianense" title="Chronicon Anianense">Chronicon Anianense</a></i> lassen sich keine Hinweise zu Aussehen und Funktion der Irminsul entnehmen.
</p><p>Der Mönch <a href="Rudolf_von_Fulda" title="Rudolf von Fulda">Rudolf von Fulda</a> schrieb 863 in <i><a href="De_miraculis_sancti_Alexandri" title="De miraculis sancti Alexandri">De miraculis sancti Alexandri</a></i> (Kap.&nbsp;3):<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote lang="la" style="margin:0;">
<p>“Truncum quoque ligni non parvae magnitudinis in altum erectum sub divo colebant, patria eum lingua Irminsul appellantes, quod Latine dicitur universalis columna, quasi sustinens omnia.”
</p>
</blockquote>
<blockquote style="margin:.5em 0 0 0;" lang="de-Latn">
<p>„Sie verehrten auch unter freiem Himmel einen senkrecht aufgerichteten Baumstamm von nicht geringer Größe, den sie in ihrer Muttersprache <i>‚Irminsul‘</i> nannten, was auf Lateinisch <i>‚columna universalis‘</i> [dt. <i>All-Säule</i>] bedeutet, welche gewissermaßen das All trägt.“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote></div></div>
<p>Die religiöse Funktion der Irminsul ist aufgrund der Quellenarmut nicht aufklärbar. Nach der ihr von Rudolf von Fulda beigemessenen Aufgabe, das ganze All zu tragen, wird sie bei einer angenommenen Vorstellung der Sachsen vom Himmel als einem Gewölbe teilweise als Weltenbaum interpretiert und mit der <a href="Donareiche" title="Donareiche">Donareiche</a>, dem heiligen Baum von <a href="Geismar_(Fritzlar)" title="Geismar (Fritzlar)">Geismar</a> (heute Stadtteil von <a href="Fritzlar" title="Fritzlar">Fritzlar</a>) in Nordhessen, von dem <a href="Adam_von_Bremen" title="Adam von Bremen">Adam von Bremen</a> im 11. Jahrhundert berichtet, oder der Weltesche <a href="Yggdrasil" title="Yggdrasil">Yggdrasil</a> aus der nordischen Mythologie in Verbindung gebracht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interpretationen_im_Spätmittelalter_und_Früher_Neuzeit"><span id="Interpretationen_im_Sp.C3.A4tmittelalter_und_Fr.C3.BCher_Neuzeit"></span>Interpretationen im Spätmittelalter und Früher Neuzeit</h3></div>

<p>Es gibt eine Vielzahl von Interpretationen seit dem Mittelalter. So schreibt <a href="Sebastian_M%C3%BCnster" title="Sebastian Münster">Sebastian Münster</a> gegen 1550 in seiner „Cosmographia“:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Dann zu Merspurg auff dem Berg Eresberg hetten die Sachsen ein auffgerichte Abgöttische Seul / die man Irmenseul nannt / da Hermes ward geehrt: das ist / Mercurius/ oder wie die andern sagen Mars / und ward die Statt auch darvon Martinopolis un Merspurg genennt. Etliche sprechen Irmenseul sey darumb also genennet worden/ daß es gleich als jedermans Seul und eine gemeine Zuflucht sey gewesen.“<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div><p> Münster zeichnet auch ein Fantasiebild der Irminsul, das er allerdings in völlig gleicher Art auch für andere Säulen verwendet. Er glaubte, dass <a href="Hermes" title="Hermes">Hermes</a> (römisch <a href="Mercurius" title="Mercurius">Mercurius</a>) oder <a href="Mars_(Mythologie)" title="Mars (Mythologie)">Mars</a> an der Säule angebetet worden sei und daher die Stadt <a href="Marsberg" title="Marsberg">Marsberg</a> auch ihren Namen habe. Schwert und Waage gibt er ihm in die Rechte, eine Fahne mit der lippischen Rose in die Linke.
</p>
<p><a href="Heinrich_Meibom_(Dichter)" title="Heinrich Meibom (Dichter)">Heinrich Meibom</a>, Professor an der Universität Helmstedt, der seine Schrift über die Irminsul 1612 dem Hildesheimer Domkapitel widmete,<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> veröffentlichte auf dem Abschlussblatt ein <i>Ektypon Irminsulae</i>, das wie ein großer Leuchter aussieht und wahrscheinlich die angeblich nach Hildesheim verbrachte Säule zeigen soll (nicht zu verwechseln mit der bronzenen <a href="Christuss%C3%A4ule_(Hildesheim)" title="Christussäule (Hildesheim)">Bernwards-Säule</a> im Hildesheimer Dom). Meiboms Säule trägt keine Gestalt, sondern nur einen spitzen Stachel, wie ihn Kerzenleuchter tragen. Der Schmuck der Säule entspricht ganz und gar der vergangenen Renaissance, spiegelt also sicher kein Gebilde der vorchristlichen Ära wider. Sein Bild zeigt deutliche Ähnlichkeit mit der heute noch im Mariendom Hildesheim befindlichen und mehrfach umgestalteten und innerhalb des Doms versetzten Irmensäule.<sup id="cite_ref-:0_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>In dem Werk von Elias Schedius bildet ein Künstler 1728 den bewaffneten Kriegsmann, der auf der Säule gestanden haben soll, schon ohne Säule ab. Die Personifikation tritt nun ganz in den Vordergrund. Bemerkenswert ist der Bär, den er oben auf dem Brustschild platziert. Hundertfünfzig Jahre nach Sebastian Münster hatten sich die vorsichtigen Erwägungen in vermeintlich sichere Erkenntnisse verwandelt. 1731 konnte ein Gelehrter schon schreiben:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Sachsen hielten ungemein hoch die sogenannte Irmen oder Ermen-Saul. Man meinte, es habe dieser Götz angedeutet den Mercurium, welcher Hermes in griechischer Sprache genannt wird. Das Bild, das auf dieser Säule gestanden, soll ein bewaffneter Kriegs-Mann gewesen sein, der in der rechten Hand eine Kriegs-Fahne, worin eine Rose, gehalten. In der Linken hielt er eine Waage. Seine Brust war offen und bloß, mit einem Bären bezeichnet. Im Schild führte er einen Löwen, worüber eine Waage hing. Auf dem Helm stund ein Wetter-Hahn. Wenn man zu Felde ging, wurde der Götz von der Säule weggenommen und mit ins Feld geführt, woran sie nachgehends die Gefangenen banden und sie töteten, oder auch wohl die Ihrigen selbst, die sich nicht gut hielten, wie solches auch den Königen öfters widerfahren. Diese Säule stunde im Stift Paderborn, oder wie einige sagen, bei Merseburg in Meißen. Sie wurde nach der Bekehrung Sachsens nach Hildesheim gebracht, wo sie noch heutigen Tags in der Mitte vor dem Chor stehen soll und an Fest-Tagen anstatt eines Leuchters dient. Sie hat die Eigenschaft, daß sie bei den heißesten Sommer-Tagen kalt ist und beim Aufschlagen einen recht schönen Klang von sich gibt.“<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Von diesem Bild des <a href="Irmin" title="Irmin">Irmin</a> konnten sich die künstlerische und die gelehrte Welt, die mit der Französischen Revolution in eine stärker weltlich orientierte Forschung überging, nur langsam lösen. Ein <i>Reallexikon der deutschen Altertümer</i> schrieb noch 1881:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Irmin war ein germanischer, kriegerisch dargestellter Gott, hoch von Wuchs und auf jeden Fall ein lichtes Himmelswesen, der sich wahrscheinlich mit Thurnarr und Ziu berührte. Darstellungen von ihm waren die dem Gotte Hirmin geweihten Säulen zu Scheidungen in Thüringen, zu Eresburg in Sachsen, und die Irminsul, Hirminsul oder Ermensul im Waldgebirge Osning bei Detmold. Ein heiliger Hain und ein heiliges Gehege umgab dieses ‚berühmte Idol‘, und reiche Gold- und Silberschätze waren dabei niedergelegt. Es war ein hoher Baumstumpf, unter freiem Himmel errichtet. Karl der Große begab sich nach der Eroberung von Eresburg zu diesem Heiligtum und zerstörte es. Der Name Irm, Irmin wird durch got. airman, ahd. irmin, ags. eormen, irmen erklärt, welches als verstärkender Vorsatz in der Bedeutung <i>allgemein</i> verwandt wird; Irmingod ist der allgemeine Gott, der Gott des ganzen Volkes. Mannhardt, Götter.“<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interpretationen_im_20._Jahrhundert">Interpretationen im 20. Jahrhundert</h3></div>


<p>1929 stellte <a href="Wilhelm_Teudt" title="Wilhelm Teudt">Wilhelm Teudt</a> in seinem Buch <i>Germanische Heiligtümer</i> die These auf, das <a href="Kreuzabnahmerelief_an_den_Externsteinen" title="Kreuzabnahmerelief an den Externsteinen">Kreuzabnahmerelief an den Externsteinen</a> zeige mit dem gebogenen Gegenstand, auf dem die Figur eines Mannes steht, die – zum Zeichen für den Sieg des Christentums gebeugte – Kultsäule der Sachsen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dass Teudt für seine These keinen positiven Beweis antreten konnte, hinderte die erneute Popularität des alten Symbols nicht. Von der Fachwissenschaft wird seine Interpretation nicht geteilt. Teudt selbst gründete in <a href="Detmold" title="Detmold">Detmold</a> die <i>Vereinigung der Freunde germanischer Vorgeschichte</i>, welche eine – wieder aufgerichtete – „Irminsul“ als Abzeichen führte.
</p><p>Dem Zug der Zeit folgend, wurde die Irminsul auch von anderen Gruppen wie der <i><a href="Artgemeinschaft_%E2%80%93_Germanische_Glaubens-Gemeinschaft_wesensgem%C3%A4%C3%9Fer_Lebensgestaltung#Geschichte" title="Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung">Nordischen Glaubensgemeinschaft</a></i> und der <i>Nordisch-Religiösen Arbeitsgemeinschaft</i> verwendet. Die Irminsul spielte eine bedeutende Rolle als Symbol <a href="Neopaganismus" title="Neopaganismus">neuheidnischer</a> Gruppen innerhalb und außerhalb des <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a>.
</p><p>Als 1936 die Vereinigung Teudts in die <a href="Forschungsgemeinschaft_Deutsches_Ahnenerbe" title="Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe">Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe</a> der <a href="Schutzstaffel" title="Schutzstaffel">SS</a> übernommen wurde, übernahm man auch das Emblem der Gemeinschaft. Im Vordergrund stand dort die Vorstellung, mit der Irminsul ein Gegensymbol zum christlichen Kreuz und einen sinnfälligen Ausdruck für die Idee des Ahnenerbes zu haben.
</p><p>Die Bedeutung als Symbol lebte nach 1945 fort und wird teilweise auch politisch missbraucht. So beschmierten Altnazis 1955 das Kreuzabnahmerelief an den <a href="Externsteine" title="Externsteine">Externsteinen</a> mit schwarzer Farbe, überstrichen die „gebeugte Irminsul“ mit Silber und schrieben die Parole „Deutschland erwache“ daneben.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Irminsul</i> heißt auch die Zeitschrift des 1976 gegründeten <a href="Ariosophie" title="Ariosophie">ariosophischen</a> <a href="Armanen-Orden" title="Armanen-Orden">Armanenordens</a>, einer <a href="Asatru" class="mw-redirect" title="Asatru">germanisch-neuheidnischen</a> Organisation.
</p><p>Teudts These von der gebeugten Irminsul wurde in neuerer Zeit aufgegriffen und kritisch diskutiert.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Uta_Halle" title="Uta Halle">Uta Halle</a> untersuchte die Forschungsgeschichte der Nachkriegszeit auch bezüglich dieses Symbols und führte dann weiter aus, dass durch „die Zusammenarbeit während der NS-Zeit mit der SS“ eine Tabuisierung des Themas zustande kam. Das Thema sei hochgradig ideologisch belastet.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Irminsul_in_der_Kunst">Die Irminsul in der Kunst</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Oper_und_Drama">Oper und Drama</h3></div>
<p>Der italienische Autor <a href="Felice_Romani" title="Felice Romani">Felice Romani</a> (1796–1867) ist hauptsächlich als Verfasser von Opern-<a href="Libretto" title="Libretto">Libretti</a> bekannt. Er war auch Mitverfasser des <i>Dizionario d’ogni mitologia e antichità</i>, dessen Band&nbsp;2 (D–H)<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> im Jahr 1820 erschien; dort gibt es auf Seite 206 (im Digitalisat „Bild“ 238) einen Artikel <i>Ermensul o Irminsulo</i>. Irminsul wird dort als Idol und zugleich als Gott der heidnischen Sachsen bezeichnet, der einen prächtigen Tempel auf der Eresburg gehabt habe («Ermensul o Irminsulo … idolo degli antichi Sassoni … Aveva un magnifico tempio sopra il monte di Eresburgo&nbsp;…»). Und dieser Gott hatte seine Priester und Priesterinnen («Questo Dio aveva i suoi sacerdoti e le sue sacerdotesse&nbsp;…»). Ein ergänzender Artikel <i>(Irmasul, sinonimo d’Irmensul o Irminsulo)</i> ist im Band&nbsp;3 (I–M) des genannten <i>Dizionario</i> enthalten, und zwar auf S.&nbsp;128/129 („Bild“ 156/157). Die Handlung zweier Libretti Romanis spielt im Umkreis des gedachten Irminsul-Heiligtums und geht, nicht verwunderlich, von den Auffassungen des <i>Dizionario</i> aus.
</p><p>Das erste Libretto wurde von <a href="Giovanni_Pacini" title="Giovanni Pacini">Giovanni Pacini</a> vertont: <i>La sacerdotessa d’Irminsul</i> (Die Priesterin des Irminsul)<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, uraufgeführt 1820. In der ersten Szene wird als Ort der Handlung der dem Irminsul geweihte <a href="Heiliger_Hain" title="Heiliger Hain">Heilige Hain</a> genannt, in dem hier und da Gräber sächsischer Helden sowie das Grabmal <a href="Widukind_(Sachsen)" title="Widukind (Sachsen)">Widukinds</a> (Wittekinds) zu sehen sind («Scena prima: Bosco sacro a Irminsul … Quà, e là, nel bosco sono sparse le tombe degl’eroi sassoni … Il Sepolcro di Vitikindo è alla diritta&nbsp;…»). Die Priesterin heißt <a href="Romilda_(Vorname)" title="Romilda (Vorname)">Romilda</a>.
</p><p>In der Verstragödie <i>Norma ou l’infanticide</i> von <a href="Alexandre_Soumet" title="Alexandre Soumet">Alexandre Soumet</a>, entstanden 1831, ist der Schauplatz im 1.&nbsp;Akt der Heilige Hain der <a href="Druide" title="Druide">Druiden</a>, mit der Irminsul-Eiche in der Mitte («Le théàtre représente la forêt sacrée des Druides. Le chêne d’Irminsul occupe le milieu du théàtre;&nbsp;…»). Der französische Autor versetzte also das Irminsul-Heiligtum vom germanischen Sachsen in eine keltische Umgebung. Die Priesterin heißt hier <i>Norma</i>.
</p><p>Soumets Tragödie ist die Grundlage für Romanis Libretto<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der Oper <i><a href="Norma_(Oper)" title="Norma (Oper)">Norma</a></i>, vertont von <a href="Vincenzo_Bellini" title="Vincenzo Bellini">Vincenzo Bellini</a>, die auch bereits 1831 uraufgeführt wurde. Hier ist, in leichter Abwandlung, der Schauplatz (laut <a href="Theaterzettel" title="Theaterzettel">Theaterzettel</a> der Uraufführung) in <a href="Gallien" title="Gallien">Gallien</a>, im Heiligen Hain der Druiden und im Irminsul-Tempel («La scena è nelle Gallie, nella foresta sacra e nel Tempio d’Irminsul»). Zu Beginn des 1.&nbsp;Aktes heißt es, dass in der Mitte die Eiche des Irminsul steht («Foresta sacra de’ Druidi. In mezzo la quercia d’Irminsul&nbsp;…»).
</p><p>Hier spielt wohl die gedankliche Verbindung der Irminsul zur <a href="Donareiche" title="Donareiche">Donareiche</a> herein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musik">Musik</h3></div>
<p>Bei Bands der Genres <a href="Black_Metal" title="Black Metal">Black Metal</a> und <a href="Pagan_Metal" title="Pagan Metal">Pagan Metal</a> ist die Irminsul ein beliebtes Motiv. So trägt beispielsweise die Band <a href="Surturs_Lohe" title="Surturs Lohe">Surturs Lohe</a> die Irminsul im Logo. Die Bands <a href="Black_Messiah" title="Black Messiah">Black Messiah</a>, <a href="Saxorior" title="Saxorior">Saxorior</a> und <a href="Asenblut" title="Asenblut">Asenblut</a> widmeten der Irminsul je einen Song. Ferner ist eine schwedische Pagan-Metal-Band nach ihr benannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Geckpfahl" title="Geckpfahl">Geckpfahl</a></li>
<li><a href="Queste_(Symbol)" title="Queste (Symbol)">Queste (Symbol)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Bernhard_Maier_(Religionswissenschaftler)" title="Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)">Bernhard Maier</a>, <a href="Matthias_Springer" title="Matthias Springer">Matthias Springer</a>:&nbsp;<i>Irminsul.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_Germanischen_Altertumskunde" title="Reallexikon der Germanischen Altertumskunde">Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</a></i> (RGA). 2. Auflage. Band 15, Walter de Gruyter, Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-016649-6, S.&nbsp;504–506. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=C3yO2zzdfOUC&amp;lpg=PP1&amp;hl=de&amp;pg=PA504#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Online einsehbar per Google-Buchsuche</a>).</li>
<li><a href="Uta_Halle" title="Uta Halle">Uta Halle</a>: <i>Die Externsteine sind bis auf weiteres germanisch! Prähistorische Archäologie im Dritten Reich</i> (= Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe. Bd. 68). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002, ISBN 3-89534-446-X.</li>
<li><a href="Rolf_Speckner" title="Rolf Speckner">Rolf Speckner</a>, Christian Stamm: <i>Das Geheimnis der Externsteine. Bilder einer Mysterienstätte</i>. Urachhaus, Stuttgart 2002, ISBN 3-8251-7402-6.</li>
<li>Manfred Millhoff: <i>Varusschlacht und Irminsul</i>. Verlag Videel, Niebüll 2002, ISBN 978-3-89906-214-4.</li>
<li>E. Karpf: <i>Irminsul</i>, in: <i><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">Lexikon des Mittelalters</a></i>, Bd. V, Sp. 663.</li>
<li>Johannes Bödger: <i><a href="Marsberg" title="Marsberg">Marsberg</a> <a href="Eresburg" title="Eresburg">Eresburg</a> und Irminsul</i>. Druckerei Joh. Schulte, Marsberg 1990, ISBN 3-9802152-4-5.</li>
<li>Harald Schweizer (Hrsg.): <i>…&nbsp;Bäume braucht man doch. Das Symbol des Baumes zwischen Hoffnung und Zerstörung</i>. Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1984.</li>
<li>Die Germanen, II (Veröff. des Zentralinst. für Alte Gesch. und Archäologie der Akad. der Wiss. der DDR 4/II, 1983), S. 267 u. 468 [R. Seyer-A. Leube].</li>
<li>K. Paulsdorf: <i>Zur Irminsulfrage</i>. In: <i>Mannus</i> 36 (1970) S. 147–158.</li>
<li><a href="Heinz_L%C3%B6we" title="Heinz Löwe">Heinz Lö<i>we</i></a><i>: Die Irminsul und die Religion der Sachsen,</i> in: <i>Deutsches Archiv</i> 5 (1941), S. 1–22. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PPN=PPN345858700_0005&amp;DMDID=dmdlog9">online</a></li>
<li><a href="Richard_Karutz" title="Richard Karutz">Richard Karutz</a>: <i>Aber von dem Baum der Erkenntnis&nbsp;… Sinn und Bild der Paradiesesbäume</i>. Orient-Occident-Verlag, Stuttgart u.&nbsp;a. 1930.</li>
<li>Ferdinand Haug: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/germania/issue/view/2072"><i>Irminsul</i>.</a> In: Germania. Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Bd. 2 Nr. 3/4 (1918), S. 68–72. <a href="https://doi.org/10.11588/ger.1918.3/4" class="extiw external" title="doi:10.11588/ger.1918.3/4">doi:10.11588/ger.1918.3/4</a></li>
<li>Heinrich Meibom: <i>Irmensula Saxonica: hoc est eius nominis idoli, sive numinis tutelaris, apud antiquissimos Saxones paganos culti […]</i>. Lucius, Helmaestadii 1612 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10003014_00002.html">Digitalisiertes Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Irminsul?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Irminsul</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070529024225/http://www.ieed.nl/cgi-bin/response.cgi?flags=eygtnrl&amp;single=1&amp;basename=/data/ie/pokorny&amp;text_recno=104&amp;root=leiden">Indogermanisches etymologisches Wörterbuch zur „irmin(-)“</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 29. Mai 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.suehnekreuz.de/VA/irminsaeulen.html"><i>Irminsäulen / Irminsul</i></a> auf <i>Suehnekreuz.de</i> (private Seite)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Köbler: *irmana- und *sul. In: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.koeblergerhard.de/germanistischewoerterbuecher/germanischeswoerterbuch/germ-uc-nhd-7180abs-20130208.htm">Germanisches Wörterbuch</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Matthias Springer: Artikel <i>Irminsul.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_germanischen_Altertumskunde" class="mw-redirect" title="Reallexikon der germanischen Altertumskunde">Reallexikon der germanischen Altertumskunde</a>,</i> Band 15. 2.&nbsp;Auflage. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2000, S. 505.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Johannes Fried: <i>Karl der Große. Gewalt und Glaube</i>. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-65289-9, S. 131, Anm. 25.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Annales regni Francorum 772: <i>Et inde perrexit partibus Saxoniae prima vice, Eresburgum castrum coepit, ad <b>Ermensul</b> usque pervenit et ipsum fanum destruxit et aurum vel argentum, quod ibi repperit, abstulit. Et fuit siccitas magna, ita ut aqua deficeret in supradicto loco, ubi <b>Ermensul</b> stabat.</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.regesta-imperii.de/id/0772-00-00_4_0_1_1_0_474_149d">Quelle: <i>Regesta Imperii</i>, Karl der Große – RI I n. 149d</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-letzner-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-letzner_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-letzner_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Johannes Letzner (1590): <i>Corbeische Chronik</i>. Hamburg. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=10AAAAAAcAAJ&amp;pg=PT113&amp;vq=Armenseul&amp;dq=Johann+Letzner&amp;source=gbs_search_s&amp;hl=de#v=onepage&amp;q=Armenseul&amp;f=false">Online</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Walther Matthes: <i>Corvey und die Externsteine. Schicksal eines vorchristlichen Heiligtums in karolingischer Zeit</i>. Stuttgart 1982, ISBN 3-87838-369-X, S.&nbsp;13.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Hildesheimer Geschichten/Hermann-Josef Brand: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.hildesheimer-geschichte.de/die-kirche/die-hildesheimer-kirchen-1/irmens%C3%A4ule">Die Marien-/Irmensäule</a>.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-:0-8"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_8-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_8-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dom-hildesheim.de/domschaetze/domkunstwerke/die-irmensaeule/"><i>Die Irmensäule.</i></a> In: <i>dom-hildesheim.de.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 25.&nbsp;November 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AIrminsul&amp;rft.title=Die+Irmens%C3%A4ule&amp;rft.description=Die+Irmens%C3%A4ule&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.dom-hildesheim.de%2Fdomschaetze%2Fdomkunstwerke%2Fdie-irmensaeule%2F&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20221206163310/https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/irmensaeule-kehrt-in-dom-zurueck-4979/">Irmensäule kehrt in Dom zurück</a>,</i> auf bistum-hildesheim.de, 24. Februar 2014, abgerufen am 6. Dezember 2022 (im <a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Heinrich_Wendt_(Chronist)" title="Heinrich Wendt (Chronist)">Heinrich Wendt</a>: <i>Chronik des Welfenfürstentums Grubenhagen, des Amtes und der Stadt Osterode.</i> Bearbeitet von Jörg Leuschner. Georg Olms Verlag, Hildesheim 1988, ISBN 978-3-487-09035-1, S. 48.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">MGH SS 2, S. 676 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_2_S._676">weblink</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">F. R. Schröder: <i>Quellenbuch zur germanischen Religionsgeschichte</i>. Berlin / Leipzig 1933, §&nbsp;63, S.&nbsp;103.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Sebastian Münster: <i>Cosmographey</i>. Kap. Von dem Teutschen Landt, darin Abschnitt CCCCVVVI: Wie die Sachsen des Glaubens halb bestritten sind worden / durch die König von Franckreich. Um 1590, S. dccccxciii.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinrich Meibom: <i>Irminsula Saxonica, hoc est ejus Nominis Idoli, sive Numinis tutelaris, apud antiquissimos Saxones paganos culti,&nbsp;…</i> Helmstädt 1612 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10003014_00002.html">weblink</a>)</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Güldener Denck-Ring Göttlicher Allmacht und menschlicher Thaten</i> von 1731, Elfter Teil, 6. Jahrhundert, aus dem Jahre 504 n.&nbsp;d.&nbsp;Ztw.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Artikel <i>Irmin</i>. In: Ernst Götzinger: <i>Reallexikon der deutschen Altertümer. Ein Hand- und Nachschlagebuch für studierende und Laien</i>. Leipzig 1881, S. 325f.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Wilhelm Teudt: <i>Germanische Heiligtümer. Beiträge zur Aufdeckung der Vorgeschichte, ausgehend von den Externsteinen, den Lippequellen und der Teutoburg</i>. 1. Auflage. Eugen Diederichs Verlag, Jena 1929, S. 27&nbsp;f.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Uta_Halle" title="Uta Halle">Uta Halle</a>: <i>„Treibereien wie in der NS-Zeit“. Kontinuitäten des Externsteine-Mythos nach 1945</i>. In: <a href="Uwe_Puschner" title="Uwe Puschner">Uwe Puschner</a>, <a href="Georg_Ulrich_Gro%C3%9Fmann" class="mw-redirect" title="Georg Ulrich Großmann">Georg Ulrich Großmann</a> (Hrsg.): <i>Völkisch und national. Zur Aktualität alter Denkmuster im 21. Jahrhundert</i>. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 3-534-20040-3, S.&nbsp;198.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">So von: Walther Matthes, Rolf Speckner: <i>Das Relief an den Externsteinen. Ein karolingisches Kunstwerk und sein spiritueller Hintergrund.</i> edition tertium, Ostfildern vor Stuttgart 1997.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Uta_Halle" title="Uta Halle">Uta Halle</a>: <i>Die Externsteine sind bis auf weiteres germanisch! Prähistorische Archäologie im Dritten Reich.</i> Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002, ISBN 3-89534-446-X, S. 518.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Dizionario d’ogni mitologia e antichità, incominciato da Girolamo Pozzoli&nbsp;…</i> (sechs Bände), online bei der <a rel="nofollow" class="external text" href="http://data.onb.ac.at/">Österreichischen Nationalbibliothek</a></span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Libretto der <i>Sacerdotessa d’Irminsul</i> online bei <a rel="nofollow" class="external text" href="http://archive.org/">Archive.org</a></span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Libretto zu <i>Norma</i> online im <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.opera-guide.ch/">Opernführer</a></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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